Über uns - Fuldaer Spar- und Bauverein eG

Kennzahlen

80 Miethäuser
548 Mietwohnungen
1 gewerbliche Einheit
193 Garagen
590 Mitglieder mit
3997 Genossenschaftsanteilen

Stand: 2019

Eine der ältesten Baugenossenschaften in Deutschland

Noch aus der Frühzeit des Genossenschaftsgedankens stammt der Fuldaer Spar- und Bauverein. Gegründet im Jahr 1893 können wir heute auf eine über 125jährige erfolgreiche Geschichte zurück blicken. Seitdem schaffen wir gutes und sicheres Wohnen zu bezahlbaren Preisen.

Unser Wohnungsbestand ist dabei überschaubar genug, um alle unsere Mieter noch persönlich zu kennen. Einige von Ihnen leben bereits ein ganzes Leben in einer unserer Wohnungen oder sind dort in nächster Generation zuhause. Bei uns gibt es noch funktionierende Hausgemeinschaften. Wir haben eine Hausordnung und kümmern uns darum, dass diese eingehalten wird.

Stark macht uns auch die Nähe zu unseren Wohnungen. Wir sind mit unserer Geschäftsstelle „quasi“ mittendrin und pflegen nicht nur den Kontakt zu unseren Mietern sondern auch unseren Bestand. So werden wir durch kontinuierliche Instandhaltung und Modernisierung unseres Wohnungsbestandes auch in Zukunft stark bleiben.

Unsere Geschäftsstelle befindet sich in der Sebastianstraße 29 in Fulda.

Vorstandsmitglieder

Volker Schäfer (hauptamtlich)
Birgit Knobel (hauptamtlich)
Mechthild Kohl (nebenamtlich)

Aufsichtsratsmitglieder

Stephan Herzog (Vorsitzender)
Andreas Scheja (stellv. Vorsitzender)
Giesela Herrmann
Rainer Berger
Hannelore Gotzkowsky

Wohnen in der Genossenschaft

Mehr als ein Dach über dem Kopf

Als Wohnungsbaugenossenschaft bieten wir unseren Mitgliedern guten und sicheren Wohnraum zu bezahlbaren Mieten und das ein Leben lang.

Um eine Wohnung mieten zu können, müssen Sie Mitglied in der Genossenschaft werden und Geschäftsanteile entsprechend der Wohnungsgröße zeichnen. Dadurch werden Sie sozusagen „Miteigentümer“ und erlangen ein Dauernutzungsrecht an einer Wohnung. Einerseits genießen Sie damit langfristig Sicherheit durch eine lebenslange Wohnungsversorgung. Andererseits können Sie jederzeit den Mietvertrag kündigen und aus der Genossenschaft austreten.

Organe der Genossenschaft

Genossenschaften sind ähnlich organisiert, wie andere Wirtschaftsunternehmen. Es gibt einen Vorstand, der die Geschäfte führt und einen von den Mitgliedern gewählten Aufsichtsrat, der die Geschäftsführung kontrolliert. Zudem findet mindestens einmal im Jahr eine Mitgliederversammlung statt.

Historie

Durch die zunehmende Industrialisierung Ende des 18. Jahrhunderts war die Nachfrage nach Wohnungen im Stadtgebiet Fulda besonders groß. Aus diesem Grund taten sich 40 gleichgesinnte Bürger der Stadt Fulda zusammen und gründeten am 25. März 1893 den „Fuldaer Spar- und Bauverein“. Sie hatten sich zum Ziel gesetzt, für die Werktätigen des Handwerks, der Industrie und der Eisenbahn preiswerten und gesunden Wohnraum zu schaffen sowie die Einlagen ihrer Mitglieder zu verwalten.

Die Tatsache, dass dies bereits 4 Jahre nach Inkrafttreten des Genossenschaftsgesetzes erfolgte, macht den Fuldaer Spar- und Bauverein zu einer der ältesten Wohnungsbaugenossenschaften Deutschlands und zollt den Gründervätern noch heute Dank und Anerkennung.

Die Mitgliederzahl nach der Gründung nahm schnell zu. Bereits Ende des Jahres 1895 hatte sich ihre Zahl fast verdreifacht auf 110 Mitglieder.

Heute blicken wir stolz auf unsere Geschichte mit all ihren Höhen und Tiefen zurück. Sei es bei dem Erwerb von Grundstücken, der Bautätigkeit, der Beseitigung erlittener Kriegsschäden, der Bewältigung finanzieller Probleme oder der Modernisierung des Wohnungsbestandes – unermüdlich setzte sich die Führung des Unternehmens für die Belange und den Erfolg der Genossenschaft ein.

Eine Zusammenfassung unserer Entwicklung bis zum 125jährigen Jubiläum in 2018 können Sie der nebenstehenden Zeittafel entnehmen.

  • Von der Gründung 1893 bis 1918
    1893
    Gründung des Fuldaer Spar- und Bauvereins am 25. März.
    Erstes Baugelände „Am Waldschlößchen“ wird zum Preis von 30-40 Pfennig je qm erworben.

    1894
    Der erste Neubau, das Doppelwohnhaus „Am Waldschlößchen 51/53 wird errichtet. Der monatliche Mietzins beträgt 21 RM je Wohnung.

    1895
    Drei weitere Doppelwohnhäuser in der Sebastianstraße 25/27, 29/31 und 33/35 folgen.

    1913
    Errichtung des letzten Mehrfamilienwohnhauses „Wörthstraße 30“ vor Beginn des ersten Weltkrieges.

    1914- 1918
    Der erste Weltkrieg setzt der Bautätigkeit ein Ende. Es werden am Bestand von insgesamt 15 Häusern mit 59 Wohnungen nur noch die allernotwendigsten Instandsetzungsarbeiten durchgeführt.
  • Die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen
    1919
    Die Neubautätigkeit wird wieder aufgenommen. Unter größten Finanzierungsproblemen entstehen die vier Mehrfamilienwohnhäuser „Wörthstraße 22-28“ mit 28 Wohnungen. Die Baukosten betragen 700 000 RM. Die Miete beträgt zwischen 38 und 46 RM je Wohneinheit.

    1921-1923
    Erwerb von 5,99 ha Bauland und Errichtung der Siedlung „Am Waldschlößchen“ mit 13 Doppel- und 2 Reihenhäusern. Durch die fortschreitende Inflation belaufen sich die Gesamtherstellungskosten auf 27 Millionen RM.

    1925
    Trotz erheblicher Schwierigkeiten Neubau des 12-Familienwohnhauses „Sebastianstr. 26/28“ und Erwerb des 7-Familienwohnhauses „Leipziger Str. 94“ mit angrenzendem Bauplatz für die spätere Errichtung eines weiteren Wohnhauses „Leipziger Str. 96“.

    1927
    Aufgrund der gesunden finanziellen Entwicklung werden gleich zwei Bauprojekte ausgeführt: „Zeppelinstraße 2-4“ mit 14 Wohnungen und „Künzeller Str.“ mit 8 Wohnungen.

    1928/29
    Der Wert des Genossenschaftsbesitzes überschreitet erstmals den Wert von 1 Mio. RM. Es werden die Häuser „Leipziger Str. 52/54“ und ein weiteres Haus in der „Künzeller Str.“ errichtet.

    1932
    Mit Wirkung vom 30. Juni wird der Fuldaer Spar- und Bauverein als gemeinnütziges Wohnungsunternehmen anerkannt.

    1932-1937
    Die wirtschaftliche Notlage der Mitglieder zwingt viele, auf ihre Spareinlagen zurückzugreifen. Die Neubautätigkeit kann in diesen Jahren nicht wieder aufgenommen werden. Die Ausgaben werden auf das Notwendigste beschränkt.

    1938
    Vor Beginn des zweiten Weltkrieges kann doch noch ein Richtfest „Am Waldschlößchen 100“ gefeiert werden.
  • 1939 bis 1945
    Während der Kriegsjahre ruht die Bautätigkeit. Die Zerstörungen am Wohnungsbestand und die schmerzlichen Verluste von Mitgliedern durch die Kriegseinwirkungen sind erheblich. Nach Beendigung des 2. Weltkrieges sind Instandsetzungsarbeiten fast unmöglich. Es fehlt an Material und Arbeitskräften.
  • Nach der Währungsreform 1948 bis zum 75jährigen Bestehen 1968
    1948-1956
    Nach der Währungsreform gibt es zwar wieder genügend Baumaterial, aber finanziell steht die Genossenschaft praktisch vor dem Nichts. Die Mieteinnahmen sind zu gering. Es fehlt an Kapital für die notwendigen Instandsetzungsarbeiten. Nur durch die Gewährung von Landesbaudarlehen und die Inanspruchnahme von freien Finanzierungen kann der Wiederaufbau gestemmt werden. Die Eröffnungsbilanz zum 21.06.1948 beträgt 860.605,81 DM.

    1966
    Nach 10jähriger Baupause kann nun mit dem Neubau eines 12-Familienwohnhauses in der Scharnhorststraße begonnen werden. Möglich wird dies durch Mieterhöhungen, die freiwillige Zeichnung weiterer Anteile sowie die Bereitstellung öffentlicher Baudarlehen.

    1968
    75jähriges Bestehen der Genossenschaft. Im Jubiläumsjahr wird mit dem Bau des 20-Familienhauses „Am Waldschlößchen 38/40“ begonnen. Die geplanten Baukosten belaufen sich auf 892.500 DM. Es werden verwaltet: 67 Miethäuser mit 320 Wohneinheiten, 50 Garagen und 5 sonstige Einheiten. Die Bilanzsumme zum 31.12.1967 beträgt 2.780.499,61 DM.
  • Die nächsten 25 Jahre bis zum 100jährigen Jubiläum 1993
    1970-1986
    Die Jahre sind geprägt von umfangreichen Modernisierungsarbeiten im Bestand. So werden z. B. Einfachfenster durch doppelverglaste Fenster ersetzt, Gasetagenheizungen eingebaut und die Altbauwohnungen mit Bädern ausgestattet. Schließ- und Sprechanlagen werden nachgerüstet. Neuer Wohnraum wird durch den teilweisen Ausbau von Dachgeschossen geschaffen. Eine besondere Aufwertung erhält der größte Teil des Wohnungsbestandes durch den Anbau von Balkonen.

    1988
    Zum 95jährien Bestehen werden verwaltet: 68 Miethäuser mit 345 Wohnungen, 92 Garagen und 4 sonstige Einheiten. Die Bilanzsumme zum 31.12.1988 beträgt 9.369.707,86 DM.

    1990-1992
    Nachdem Ende der 1980er Jahre zur Bevorratung von Bauland ein rund 6.700 m² großes Baugrundstück im Bereich Birkenallee/Ulmenweg erworben wurde, wird im Juni 1990 wieder mit der Neubautätigkeit begonnen. Es entsteht unter Inanspruchnahme öffentlicher Förderung eine Wohnanlage mit insgesamt vier Wohnblöcken und 66 Wohnungen. Die gesamte Wohnanlage „Birkenallee 31/33, 35/37 und Ulmenweg 5/7, 9/11“ wird Ende 1992 fertiggestellt. Bereits im Vorfeld der Großbaumaßnahme wurden auf dem Gelände für die neuen Mieter zunächst 27 Garagen errichtet.

    1993
    Die Genossenschaft feiert ihr 100jähriges Bestehen. Zum 31.12.1993 werden 73 Miethäuser mit 415 Wohnungen, 121 Garagen und 4 sonstige Einheiten verwaltet. Die Bilanzsumme beläuft sich auf 21.251.826,39 DM.
  • Von 1995 bis 2018
    1995/96
    Das alte Wohnhaus „Sebastianstr. 21/23“ ist nicht mehr renovierungswürdig und wird abgerissen. An dieser Stelle entsteht die neue 5-geschossige Eckbebauung „Zeppelinstraße 2a“ mit einem Personenaufzug. Nach nur 9 Monaten Bauzeit können die 21 Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen (mit 3 Garagen und 4 überdachten Stellplätzen sowie einer zentralen Heizungsanlage) am 01.01.1996 bezogen werden.

    1999
    Errichtung einer Tiefgarage mit Parkdeck im hinteren Bereich des Eckgrundstücks „Zeppelinstraße/Wörthstraße“ als Stellplatznachweis für die später geplante neue Eckbebauung „Wörthstraße 20“ mit zunächst 30 TG-Plätzen und 19 auf dem Parkdeck.

    2001
    Auch das alte Wohnhaus „Sebastianstraße 29/31“ ist nicht mehr zu sanieren. Nach dem Abriss entsteht dort ein 5-geschossiges neues Gebäude mit 12 Zwei-Zimmer-Wohnungen. Im EG zieht die neue Geschäftsstelle des Fuldaer Spar- und Bauvereins mit dem genossenschaftlichen Regiebetrieb ein.

    2008
    Nun wird die bereits schon länger geplante Lückenbebauung Zeppelinstraße/Ecke Wörthstraße in Angriff genommen. Mit dem Neubau „Wörthstraße 20“ entsteht hier ein neues Wohnhaus mit barrierefreiem Zugang, Aufzug, WDVS-Fassade, zentraler Heizungsanlage und 15 seniorenfreundlichen Wohnungen.

    2010
    Schon zwei Jahre später kann ein weiteres Wohnhaus „Ulmenweg 1a“ mit 10 modernen Zwei- bzw. Drei-Zimmer-Wohnungen, barrierefreiem Zugang, Aufzug, seniorengerechten Bädern, energieeffizienten Isolierglasfenster, WDVS-Fassade und zentraler Gas-Brennwerttechnik sowie 10 Garagenplätzen fertiggestellt werden.

    2013
    Erweiterung Tiefgarage/Parkdeck sowie Erstellung von 20 Fertiggaragen mit Dachbegrünung im Quartierinnenhof.

    2013/2014
    Neubau von zwei Mehrfamilienhäusern mit insgesamt 25 barrierefreien Wohnungen. Alle Wohnungen verfügen über eine Loggia (die beiden Penthouse-Wohnungen über großzügige Dachterrasse), bodengleiche Duschen und schwellenfreie Zugänge. Jedes Haus der Wohnanlage „Sebastianstraße 28 a+b“ besitzt eine Aufzugsanlage, von der aus bequem die Tiefgarage mit 36 Stellplätzen erreicht werden kann.

    2016/2017
    Sanierung und Umbau des nicht mehr vermietbaren und unter Denkmalschutz stehenden Wohngebäudes „Leipziger Str. 54“ in Studentenwohnungen. Hier entstehen nach umfassendem Umbau und Ausbau des Dachgeschosses insgesamt 56 Studentenapartements mit eigenem Bad und kleiner Pantryküche. Die Vermietung an die Studenten erfolgt über das Studentenwerk Gießen.

    2018
    Seit nunmehr 125 Jahren gibt es den Fuldaer Spar- und Bauverein. Das macht ihn zu einer der ältesten Wohnungsbaugenossenschaften in Deutschland. Zum 31.12.2018 werden 80 Miethäuser mit 548 Wohnungen, 193 Garagen sowie 2 sonstige Einheiten verwaltet. Die Bilanzsumme beläuft sich auf 25.005.299,72 Euro.
  • Ausblick
    Der Fuldaer Spar- und Bauverein wird stets bemüht sein, neues Bauland in seinem Quartier zu erwerben, um auch zukünftig durch Neubautätigkeiten attraktiven Wohnraum für seine Mitglieder zu schaffen.